Informationsveranstaltung:
Schonende Teichwirtschaft
im Einzugsgebiet vom Perlgewässer
Die Fachberatung für Fischerei
des Bezirkes Oberfranken führte gemeinsam mit dem LIFE Natur-Projekt eine Informationsveranstaltung für Besitzer
von Teichanlagen im Projektgebiet durch.
Die Resonanz war sehr gut. Projektmanager Dr. Vandré informierte
die Teilnehmer über die Auswirkungen der Teichwirtschaft aus Sicht
des Muschelschutzes: Bei extensiver Bewirtschaftung
sind die Teiche effektive Schlamm- und Nährstofffallen. Andererseits stellen Schlammausträge
beim herbstlichen Abfischen der Teiche und Nährstoffausträge
über Futterreste und Fischfäkalien eine Gefahr für die besonders
sauerstoffbedürftige Lebensgemeinschaft der Perlbäche dar.
Fischereirat Dr. Klupp strich die europaweite Einzigartigkeit
des Schutzgutes „Großmuscheln“ im Projektgebiet heraus und klärte
die Teichwirte über Möglichkeiten zur extensiven und gewässerschonenden
Teichbewirtschaftung auf. Im Vordergrund stand hierbei ein mäßiger
Fischbesatz (nicht über 400 zweijährige Karpfen pro ha Teichfläche,
nicht über 50 bis 100 kg Forellen je Sekundenliter Teichzulauf) und
das schonende Abfischen mit dem Zugnetz. Die Teichwirte zeigten sich durchaus
aufgeschlossen für die Belange des Artenschutzes.Sie legen jedoch Wert
darauf, nicht als Verantwortliche für den Rückgang der Großmuscheln
angesehen zu werden. |
Alle Fotos, die nicht anders gekennzeichnet sind, stammen von Christine
Schmidt und Robert Vandré (Schmidt & Partner GbR) und unterliegen
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